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The Joy of Homebrewing

Ein kurzer Einblick in unsere Anfänge als Heimbrauer

Vom Heimbrauer zum kommerziellen Brauer

Unser erstes gemeinsames Bier haben wir 2013 in der Küche von André gebraut. Der Ausgangspunkt dafür war ein Brewferm Starter Kit Basic. Natürlich haben wir uns gleich an die Königsdisziplin gewagt und ein Helles gebraut. Das Ergebnis war in Ordnung, jedoch weit von dem entfernt was unser Helles heute ist. Trotzdem hat uns von diesem Tag an das Heimbrau Fieber gepackt. Tagelang waren wahlweise Küche oder Badezimmer blockiert weil ein Brautag anstand.

Was wir bis heute am Homebrewing schätzen ist die unbeschwerte Auseinandersetzung mit dem Produkt Bier. Es bietet einen direkten Zugang zum Herstellungsprozess, fernab von automatisierten Sudhäusern. In purer Handarbeit begreift man erst die unglaubliche Komplexität die ein jedes Bier auszeichnet. Fehler sind erlaubt und der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Wie würde wohl mein Pale Ale Rezept mit Zugabe von Ingwer oder Gurke schmecken. Let’s find out – einfach rein damit. Als kommerzieller Brauer verspürt man ja doch einen gewissen Druck Biere zu brauen, die ihre Abnehmer im Markt finden. Nichts liegt einem Heimbrauer ferner als diese Überlegung. Deshalb ist Heimbrauen so wild und unbekümmert.

Wir denken oft an diese Zeit zurück, wo der Spass und die Neugierde im Vordergrund stand. Wir versuchen bis heute diese Kreativität und Leichtigkeit zu wahren. Deshalb war ganz klar, dass wir neben unserem Dasein als Gipsy-Brewer (Bier extern in einer Partnerbrauerei brauen) einen eigenen Standort brauchen, der als Versuchslabor dient. Unser 3HL Sudhaus ist dafür ideal. Hier können wir befreit aufbrauen, ständig neue Rezepte ausprobieren, und wenn mal eins schief geht ist das nicht weiter schlimm. Denn, Bier braucht Leidenschaft und Neugierde. Nur im kreativen small-batch Brauen können wir wirklich neue und einzigartige Rezepte finden.

Das ist auch der Geburtsort unserer saisonalen Biere. Wir wollen ständig neue Rezepte ausprobieren. In unserem kleinen Sudhaus können wir die Kreationen perfekt an die jeweilige Jahreszeit anpassen. So brauen wir im Herbst und Winter dunklere Biere. Zum Frühling hin werden wir wieder etwas heller, bis hin zu leichten, spritzigen Bieren im Sommer. Dazu kommen Bockbiere, Oktoberfest Biere oder mal ganz ausgefallene Sachen wie unser Chili Milk Stout. Dieses Konzept ist sozusagen ein Relikt aus unserer Zeit als Heimbrauer, und dennoch ein fester Bestandteil unserer Brauphilosophie.

Sollte ein saisonales Bier eine so starke Nachfrage finden, dass wir es kontinuierlich brauen dürfen, können wir dieses Bier in unsere Partnerbrauerei auslagern und dort in größerer Auflage brauen. So schaffen wir in unserer kleinen Brauerei wieder Platz für neue Rezepte.

Falls Du selber Hobbybrauer bist, kannst Du uns jederzeit eine Email mit Fragen zu deinem Set-Up oder Rezepten schreiben an: hallo@broy.beer.

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